Wie man einen Lebenslauf in Englisch verfasst

International bewerben

Einen englischen Lebenslauf verfassen

Wenn Du Dich für diesen Artikel interessierst, so bist Du im Kopf wahrscheinlich schon im Ausland: Entweder willst Du Dich um einen Arbeitsplatz im Ausland bewerben oder aber Du bewirbst Dich um einen Job in Deutschland, musst Dich aber bei der HR-Abteilung der Firmenzentrale in einem englischsprachigen Land bewerben. Hier erhältst Du einige Tipps zum Verfassen eines englischen Lebenslaufs.

Mehrere Formate zur Wahl

Deutsche Lebensläufe sind chronologisch sortiert, beginnen mit der letzten Tätigkeit und am Ende stehen dann die besonderen Fähigkeiten, eventuelle Auszeichnungen und Ehrenämter. Dadurch wirken deutsche Bewerbungen letztlich einheitlich und standardisiert. Ein Nachteil ist, dass es für Berufseinsteiger kaum eine Möglichkeit gibt, ihre nicht oder kaum vorhandene Berufserfahrung zu kaschieren beziehungsweise andere Fähigkeiten deutlicher herauszustellen.

Im Englischen verwendest Du die Wörter „Resume“ oder „CV“ für den Lebenslauf. Einen englischen Lebenslauf zu verfassen ist, verglichen mit den deutschen Entsprechungen, beinahe schon spannend und kreativ. Es gibt nicht nur eine, sondern drei gängige Varianten, aus denen man die für sich passendste Auswählen kann. Sie nennen sich „reverse chronological format“, „functional format“ und „hybrid format“. Jede Variante betont andere Aspekte im Berufsleben bzw. der Ausbildung.

Im Folgenden findest Du eine Herausstellung der Vorteile beziehungsweise Nachteile.

  1. Beim reverse chronological format werden relevante Erfahrungen in Beruf und Ausbildung chronologisch sortiert, beginnend mit der jüngsten Vergangenheit. Diese Form eignet sich am besten für Berufseinsteiger und Personen mit Erfahrung im angestrebten Berufsfeld. Der Fokus liegt auf den beruflichen Erfahrungen.
  2. Beim functional format sortierst Du Deine interessantesten Fähigkeiten in zwei oder drei Bereiche. Diese Form eignet sich am ehesten für Bewerber, die Fähigkeiten und Erfahrungen erworben haben, die nicht unbedingt im angestrebten Job notwendig sind. Im Fokus sind die Fähigkeiten.
  3. Das hybrid format ist eine Mischung aus functional und reverse chronological format und versucht, die Vorteile der beiden Varianten zu vereinen, indem es wie im chronological fortmat insbesondere die Highlights der gelisteten Tätigkeiten aufführt, aber wie im functional format zusätzlich noch einmal auf Fähigkeiten hinweist, die außerhalb des Karrierewegs erworben wurden.

Kein Foto! Wirklich nicht. Und die Referenzen?

In Deutschland ist es unvorstellbar, aber in englischsprachigen Ländern ist es üblich, der Bewerbung kein Foto beizulegen. Und es ist nicht nur üblich, es gibt sogar Gesetze, die vorschreiben, dass Firmen keine Fotos in Bewerbungen verlangen dürfen. Dies hat selbstverständlich den Hintergrund, Rassendiskriminierung und anderen Formen der Diskriminierung vorzubeugen. Jenseits der gesetzlichen Regelungen gibt es sogar oftmals firmeninterne Anweisungen, Bewerbungen mit Fotos gar nicht erst zu sichten, sondern gleich zurückzusenden. Wenn Du Bewerbungen in englischsprachige Länder schickst und keine Vorgaben hast, ob ein Bewerbungsfoto beizulegen ist, dann lass es sein. Ein kleiner Trick hilft aber, Deine Unsicherheit diesbezüglich auszumerzen und weist den sichtenden Personaler gleichzeitig auf Dein diplomatisches Geschick hin: Biete an, auf Nachfrage auch ein Foto zur Verfügung zu stellen. Dasselbe gilt auch, wenn nicht explizit nach Referenzen gefragt wird, welche aber am Ende von Resumes durchaus üblich sind. Ein „References and photo available on request“ am Ende des CVs baut Personalern eine schöne Brücke.

Gründliche Vorbereitung ist ein Muss

Wenn Du keine Erfahrung hast mit den internationalen Gepflogenheiten bei Bewerbungen, so solltest Du keinesfalls Deine deutsche Bewerbung eins zu eins übersetzen und abschicken. Vielmehr ist es besser, Dich gründlich mit den Formalitäten, dem Vokabular, dem Unternehmen und sogar mit der Kultur des Landes auseinanderzusetzen, bevor Du Deine Bewerbung abgibst. Lifecareer.com bietet Dir die Hilfen an, die Du benötigst, wenn Du einen englischen Lebenslauf verfassen willst. Probiere es einfach aus. Viel Erfolg!

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