65 % der Personaler machen KI für das zunehmende Ghosting von Bewerbern verantwortlich
Neue Daten von LiveCareer zeigen wachsende Frustration unter Arbeitgebern, da immer mehr Arbeitssuchende mitten im Bewerbungsprozess verschwinden
21. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert am 3. Juli 2026
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Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 900 Personalverantwortlichen zeigen, dass „Ghost Jobs“ – Stellenanzeigen, die ohne unmittelbare Einstellungsabsicht geschaltet werden – keine seltenen Ausnahmen mehr sind, sondern eine weit verbreitete Praxis. Der heutige Arbeitsmarkt, der von Entlassungen und Einstellungsstopps geprägt ist, macht es Personalern schwer, eine aktive Talentpipeline aufrechtzuerhalten.
Der Wunsch der Recruiting-Teams, bei Arbeitssuchenden im Gedächtnis zu bleiben, führt manchmal zu Strategien, die unbeabsichtigt die Bewerbererfahrung beeinträchtigen – wie beispielsweise „Ghost Jobs“. Dieser Ansatz hilft Unternehmen zwar, auf eventuelle Einstellungsbedürfnisse vorbereitet zu bleiben, sorgt aber auch für Frustration und Unsicherheit bei Arbeitssuchenden, die auf Schweigen und ins Stocken geratene Prozesse stoßen.
Eine beträchtliche Anzahl der befragten Personalverantwortlichen gibt zu, Ghost Jobs als Teil ihrer Rekrutierungsstrategie zu nutzen:
Der Bericht ergab außerdem, dass Scheinstellen meist über einen längeren Zeitraum aktiv sind. Auf die Frage nach der typischen Dauer der von ihnen veröffentlichten Scheinstellen antworteten die Befragten:
Das bedeutet: „Ghost-Job“-Anzeigen werden zu einem festen Bestandteil von Strategien des Recruitments und bleiben oft über längere Zeiträume aktiv. Ihre weit verbreitete Nutzung führt zu einer Diskrepanz zwischen ausgeschriebenen Stellen und der tatsächlichen Absicht zur Einstellung.
Es sind nicht nur Phantom-Stellenanzeigen, die den Einstellungsprozess heimsuchen. Viele Bewerber werden mitten im Bewerbungsprozess von Personalvermittlern „geghostet“. Die Mehrheit der befragten Personaler gibt zu, dass sie im Laufe des Einstellungsprozesses den Kontakt zu Bewerbern abbrechen.
Auf die Frage, warum Arbeitgeber Bewerber „ghosten“, die im Auswahlprozess bereits fortgeschritten sind, gaben die Befragten folgende Gründe an:
Das bedeutet: Das Problem geht weit über „Ghosting“ bei reinen Stellenanzeigen hinaus. Viele Bewerber werden von den Recruiting-Teams mitten im Auswahlverfahren im Unklaren gelassen. Diese fehlende Rückmeldung sorgt für große Unsicherheit bei den Kandidaten und hinterlässt sie durch das plötzliche Schweigen frustriert.
„Ghost Jobs“ bleiben nicht unbemerkt. Viele Unternehmen erhalten direkte Rückmeldungen von frustrierten Bewerbern. Diese Praxis stößt auf Kritik:
Das bedeutet: Bewerber sind sich zunehmend bewusst, dass Personalverantwortliche häufig „Ghost Jobs“ ausschreiben, und ihre Frustration erreicht einen Punkt, an dem sie ihre Bedenken offen äußern. Diese Ergebnisse bestätigen, dass „Ghost Jobs“ eine gängige und weit verbreitete Praxis in der Personalbeschaffung sind.
Auch wenn die Zunahme von „Ghost Jobs“ entmutigend wirken mag, können Arbeitssuchende proaktiv bleiben, indem sie Arbeitgeber gründlich überprüfen oder nach der Bewerbung nachfragen, wenn es still geworden ist. Für Bewerber ist es wichtig, sich auf das zu konzentrieren, was sie selbst beeinflussen können, wie zum Beispiel ihren Lebenslauf zu aktualisieren und ihre Fähigkeiten im Vorstellungsgespräch zu schärfen. „Ghost Jobs“ sagen nichts über den Wert eines Bewerbers aus. Wer strategisch vorgeht und aufmerksam bleibt, ist bestens vorbereitet, wenn sich echte Chancen ergeben.
Für Presseanfragen, wenden Sie sich an Dorota Urban unter dorota.urban@bold.com.
Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen einer Umfrage unter 918 Personalfachleuten in den USA am 25. März 2025 erhoben. Die Teilnehmer wurden zu ihren Erfahrungen mit der Veröffentlichung von Stellenanzeigen befragt, die sie nicht zu besetzen beabsichtigen, zum Abbruch des Kontakts mit potenziellen Bewerbern sowie dazu, während des Einstellungsprozesses von Bewerbern ignoriert zu werden. Sie beantworteten verschiedene Arten von Fragen, darunter Ja/Nein-Fragen, offene Fragen, Fragen mit Bewertungsskala, bei denen die Befragten angaben, inwieweit sie den Aussagen zustimmen, sowie Multiple-Choice-Fragen, bei denen sie aus einer Liste vorgegebener Optionen auswählen konnten.
Der Lebenslauf-Generator von LiveCareer hat seit 2015 bereits 10 Millionen Bewerbern in verschiedenen Phasen ihrer Karriere geholfen. Er enthält moderne Vorlagen für Lebensläufe und Anschreiben sowie intelligente Tipps, mit denen Sie Ihr Dokument ganz einfach an die Stellenanzeige anpassen können. LiveCareer bietet nicht nur einen Lebenslauf-Generator, sondern auch einen kostenlosen Blog mit Tipps von Karriereexperten. Die Karriereberatung von LiveCareer wurde unter anderem in bekannten Medien wie Business Insider, Yahoo, und Computerwoche veröffentlicht. Folgen Sie LiveCareer als bevorzugter Quelle bei Google, um mehr Trends aus der Arbeitswelt, Karriere-Insights und Arbeitsmarktstudien in Ihrem personalisierten Sucherlebnis zu erhalten.
Kategorie: Bewerbung
Bei der Erstellung eines überzeugenden Lebenslaufs geht es vor allem darum, Ihre einzigartigen Fähigkeiten und Erfahrungen hervorzuheben. Beginnen Sie mit einem aussagekräftigen Kurzprofil, in dem Sie Ihre Karriereziele und Erfolge hervorheben.
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