1. Gehaltsverhandlung: Schlaue Tipps und gute Argumente

Gehaltsverhandlung: Schlaue Tipps und gute Argumente

Denise Hoferichter
Update:

Wir in den Medien:

Auch wenn es vielleicht unangenehm scheinen kann, ist die Gehaltsverhandlung in Ihrem Berufsleben unumgänglich. Wenn Sie neue Aufgaben zugesprochen bekommen, Leitungen übernehmen oder Projekte erfolgreich beenden, dann können Sie nach einem angepassten bzw. erhöhten Gehalt fragen. Aber wie genau?

In diesem Artikel helfen wir Ihnen, Ihren eigenen Wert korrekt einzuschätzen und dann auch dabei, wie Sie Ihren Chef mit guten Argumenten von sich überzeugen können. Wenn Sie in der Gehaltsverhandlung unseren Tipps folgen, dann sollte dem höheren Gehalt nichts im Wege stehen.

Fangen wir also direkt an. So sollten Sie sich auf die Gehaltsverhandlung vorbereiten:

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Möchten Sie noch mehr zum Thema Bewerbung wissen? Dann schauen Sie sich doch einmal diese Artikel an:

1. Was sollte in der Vorbereitung zur Gehaltsverhandlung beachtet werden?

Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig nach Gehaltserhöhungen fragen, denn nur so werden Sie für Ihre Arbeit auch angemessen bezahlt. Selten kommt der Chef auf Sie zu und bietet Ihnen mehr Geld an, also müssen Sie Initiative ergreifen. Das macht Ihnen Unbehagen? Eine gute Vorbereitung kann dem vorbeugen!

Damit Sie für die Gehaltsverhandlung passende Argumente finden, müssen Sie erstmal ermitteln, welchen Marktwert Sie an diesem Punkt in Ihrem Berufsleben haben. Dabei gibt es keine einheitliche skala, aber Sie können sich nach diesen Punkten selbst einschätzen:

  • Erfahrung: Welche Aufgaben erledigen Sie täglich? Haben Sie vor kurzem mehr Verantwortung bekommen?
  • Branche: Wie ist das Durchschnittseinkommen in Ihrer Branche? Gibt es einen Tarifvertrag?
  • Qualifikation: Wie ausgebildet sind Sie? Haben Sie vor kurzem eine Fortbildung oder Zusatzqualifikation bestritten?
  • Leitungserfahrung: Haben Sie Projekte erfolgreich geführt?
  • Standort: Wo sitzt Ihr Unternehmen und wie passt Ihr Gehalt in die Region?
  • Anstellungsperiode: Wie lange sind Sie bereits tätig?
  • Unternehmensgröße: Wenn Ihr Unternehmen international ist, wird meist mehr 

Angepasst auf Ihre konkrete Situation passen möglicherweise nicht alle diese Punkte. In der Gehaltsverhandlung als Berufseinsteiger gehen Sie vielleicht näher auf Ihre Kenntnisse im Lebenslauf ein, während Sie ansonsten eher Ihre Berufserfahrung aufzählen würden. Wählen Sie sich also wie beim Schreiben einer Bewerbung einige Argumente für die Gehaltsverhandlung heraus, die Sie aufführen wollen.

Zusätzlich können Sie auf der Webseite der Agentur für Arbeit unter dem „Entgeltatlas” Ihren Jobtitel eingeben und dann die Löhne in Ihrem Fachbereich, nach Geschlecht, Alter und Bundesland, einsehen. Das kann Ihnen beim Branchenvergleich einen schnellen Überblick bieten.

Sie haben sich jetzt realistisch für die Gehaltsverhandlung einschätzt. Wie viel Prozent mehr Gehalt können Sie jetzt verlangen?

Die Gehaltsverhandlung – Wie viel Prozent mehr an Gehalt können Sie einfordern?

Wenn Sie nach der Selbsteinschätzung noch nicht ganz sicher sind, wie viel Prozentpunkte jetzt genau in der Gehaltsverhandlung genannt werden können, dann orientieren Sie sich allgemein an dieser Faustregel:

  • Gehaltsverhandlung nach einem Jahr Anstellung: 3–5 %
  • Am Ende eines Projektes oder bei Erteilung neuer Aufgaben: 5–7 %
  • Bei Beförderung: 10–15 %
  • Gehaltsverhandlung – Neuer Job: 15–20 %

Wenn Sie von einem anderen Unternehmen abgeworben werden, dann ist gerade dann im Vorstellungsgespräch eine kräftige Erhöhung des Gehaltes durchsetzbar. Ansonsten kommen die Prozentpunkte auf den Zeitpunkt an, nach dem Sie nach einer Gehaltserhöhung fragen. Gehaltsverhandlungen, die beim Berufseinstieg durchgeführt werden, müssen anders angegeben werden, als bei langjährigen Anstellung.

Tipps Gehaltsverhandlung – Den richtigen Zeitpunkt aussuchen

Eine Erhöhung des Gehaltes ist immer eine Anerkennung von guten Leistungen und wird deshalb oft während der Verlängerungen von Verträgen oder am Ende von erfolgreichen Projekten angeboten oder verhandelt. Dementsprechend bieten sich folgende Zeitpunkte ideal dafür an, den Chef um eine Gehaltsverhandlung zu bitten:

  • Bei der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch.
  • Am Ende der Probezeit, wenn Sie gezeigt haben, dass Sie auf die Stelle passen.
  • Während des Jahresabschlussgesprächs, besonders, wenn Sie für Ihre Leistung gelobt werden.
  • Im Zuge der Beförderung, denn neue Aufgaben sollten entsprechend entlohnt werden.
  • Am Ende eines Projektes, das für Ihr Unternehmen einen Mehrwert darstellt.
  • Bei Verlängerung oder sonstiger Änderung des Arbeitsvertrages.

In all diesen besonderen Situationen können Sie ganz natürlich das Thema Gehalt ansprechen, wenn es Ihr Chef nicht tut. Werden Sie also aktiv und fragen Sie ihn über die Gehaltsverhandlung freundlich per E-Mail oder persönlich an. Planen Sie für den Termin am besten mindestens 30 Minuten Zeit ein, damit Sie Ihre Argumente in der Gehaltsverhandlung gut ausführen können.

Am besten folgen Sie diesen Tipps, um eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung durchzuführen.

Ihr Anschreiben können Sie im Editor genau auf Ihren Wunschjob zuschneiden. Geben Sie einfach die Stellenbezeichnung und das Unternehmen ein, und der Editor passt den Inhalt für Sie an. So können Sie Ihre Bewerbung online schreiben – schneller als je zuvor.

 

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2. Gehaltsverhandlung – Tipps für das Gespräch

Durch Ihre ausführliche Vorbereitung sind Sie gut für das tatsächliche Gespräch gewappnet, trotzdem sollten Sie folgende Tipps für die Gehaltsverhandlung beachten, um Ihr Wunschgehalt zu erreichen.

1. Selbstbewusstsein

Vielen Arbeitnehmern ist die Frage nach mehr Gehalt unangenehm, der sie versuchen, aus dem Weg zu gehen. Sie müssen sich so nicht fühlen. In der Vorbereitung haben Sie Ihren Marktwert genau ermittelt und wissen, was Sie an Ihrer Stelle und für Ihr Unternehmen wert sind. Zeigen Sie dieses Selbstbewusstsein während Sie die Gehaltsverhandlung führen und vermeiden Sie das Nutzen von Konjunktiven

2. Eine gute Stimmung

Wenn Sie dafür sorgen, dass bei der Gehaltsverhandlung bereits der Einstieg locker ist und Sie Ihren Chef womöglich zum Lachen bringen, dann ist das ein garantiert gutes Vorzeichen für den Rest des Gespräches. Denn wenn die Stimmung locker und freundlich ist, dann ist auch Ihr Chef in bester Laune und möglicherweise mehr bereit, Ihnen Ihr Wunschgehalt zuzuteilen.

Beginnen Sie das Gespräch mit ein bisschen Smalltalk und stellen Sie so eine persönliche Verbindung zu Ihrem Gegenüber her. Nutzen Sie die Spiegeltechnik und imitieren Sie subtil die Körpersprache Ihres Gesprächspartners, denn das zeigt ihm, dass Sie sich gut verstehen. 

3. Nennen Sie Ihr Wunschgehalt zuerst

Da Sie um die Gehaltsverhandlung gebeten haben, sollten Sie auch im Gespräch den ersten Schritt machen. Nennen Sie also Ihre Gehaltswünsche, noch bevor Ihr Gegenüber Ihnen ein Angebot machen kann. Denn wer das Gespräch beginnt, hat auch meistens das letzte Wort am Ende der Verhandlung.

Sie können hier auch gerne mit einem Witz beginnen und bei Ihrem Gehaltswunsch hoch greifen oder übertreiben. Damit wird der Stress genommen und die Stimmung gelockert. Ob Sie in der Gehaltsverhandlung pokern und wie viel höher Sie ansetzen, haben Sie ja schon in der Vorbereitung geklärt. 

Ein besonderer Tipp wäre hier, eine krumme Zahl als Gehalt anzugeben, denn das zeigt, dass Sie sich im Vorfeld gut informiert haben und jetzt Ihren Wert genau kennen, sogar bis auf die letzte Kommastelle. 

4. Leistungen in den Vordergrund rücken

In der Gehaltsverhandlung ohne Argumente aufzuschlagen ist wie bei der Bewerbung das Schreiben des Lebenslaufes zu vergessen – Nichts als vergeudete Zeit. Deshalb haben Sie so viel in die Vorbereitung investiert und Ihren Mehrwert für das Unternehmen und Ihre Aufgaben bestimmt. Was Sie ermittelt haben, können Sie jetzt als Argumente für eine Gehaltserhöhung aufführen.

Rücken Sie Ihre Leistungen also in den Vordergrund, wenn Sie Ihr Gegenüber davon überzeugen, dass Sie eine Gehaltsanpassung verdient hätten. Versichern Sie sich auch, dass Sie gut über das durchschnittliche Einkommen in Ihrer Branche informiert sind, denn wenn Ihr Gehaltswunsch unter diesem liegt, fällt es Ihrem Chef schwerer, diesen abzulehnen. 

5. Erstes Angebot ablehnen

Sie haben Ihr Gehalt genannt und jetzt bietet Ihnen Ihr Chef in der Gehaltsverhandlung ein Gegenangebot an, damit beide Parteien zu einem Kompromiss kommen. Auch wenn dieses Angebot schon sehr verlockend klingen mag, sollten Sie unbedingt ablehnen. Durch gute Verhandlung können Sie den Betrag noch erhöhen. Standhaftigkeit ist gefragt.

Bleiben Sie also aufmerksam. Welche Argumentation nutzt Ihr Chef, um zu begründen, dass Ihr Wunschgehalt zu hoch ist? Meist sind das in der Gehaltsverhandlung die gleiche Formulierung, die Sie dann einfach entkräften können, solange Sie ruhig und freundlich bleiben. Zum Beispiel so:

  • Aussage: „Wir können Ihnen nur 150 Euro mehr anbieten.” 

Antwort: „Das ist leider nicht genug. Meiner Meinung nach sind meine neuen Aufgaben so ausführlich, dass ich mindestens 250 Euro mehr verdienen sollte.”

  • Aussage: „Ich kann leider nicht über Gehaltsanpassungen entscheiden wenn Sie unser Budget überschreiten, da müsste ich nachfragen…”

Antwort: „Sie kennen mich doch sehr gut. Welches Gehalt finden Sie für mich angemessen?”

  • Aussage: „Ihr Gehalt liegt schon weit über dem Durchschnitt."

Antwort: „Laut meiner Recherche ist das Durchschnittsgehalt für meine Position in dieser Region tatsächlich um einiges höher.”

  • Aussage: „Mitarbeiter mit Ihrem Jobtitel verdienen nicht mehr als dieses Gehalt.”

Antwort: „Meine neuen Aufgaben würden dann vielleicht auf den nächsten Schritt in der Karriereleiter hinweisen.”

  • Aussage: „Das Budget gibt ein solches Gehalt momentan einfach nicht her.”

Antwort: „Das verstehe ich gut. Vielleicht können wir anstatt über Zusatzleistungen sprechen?”

6. Flexibilität zeigen

Sollte Sich Ihr Chef uneinsichtig zeigen oder es Ihnen eindrücklich gemacht werden, dass ein höheres Gehalt absolut nicht bezahlbar ist, dann können Sie auf eine Forderung auf Zusatzleistungen umschwenken. Denn Leistungen wie Pendlerzuschuss oder Urlaubsgeld helfen Ihnen dabei, monatlich ein bisschen Geld zu sparen und ist möglicherweise für Ihr Unternehmen ein gern akzeptierter Kompromiss.

Zusatzleistungen, die Sie womöglich in der Gehaltsverhandlung heraushandeln können:

  • Home Office
  • Weihnachts- oder Urlaubsgeld
  • Firmenwagen
  • Bezingeld
  • Sonderzahlungen
  • Jobticket
  • Diensthandy

Wichtig ist, dass Sie das ganze Gespräch lang Ruhe bewahren und sich nicht verunsichern lassen. Solange Sie sachlich argumentieren und sich auf Ihren Fähigkeiten und abgeschlossenen Aufgaben beruhen, sollte nichts schief laufen. Trotzdem gibt es einige Fehler, die unbedingt umgangen werden sollten.

3. Vermieden Sie diese großen Fehler in der Gehaltsverhandlung

Es gibt viel auf das Sie achten müssen bei der Gehaltsverhandlung, gerade wenn ein neuer Job auf dem Spiel steht. Es wäre also empfehlenswert, dass Sie sich genau über die größten Fettnäpfchen informieren und diese komplett zu vermeiden. Hier also einige Tipps für die Gehaltsverhandlung, wie Sie groben Fehlern aus dem Weg gehen können.

Schlechte Argumentation

Wenn Sie nicht gut begründen können, warum Sie eine Gehaltsanpassung verdient haben, dann ist die Verhandlung ganz schnell vorbei. Deshalb ist der Schritt, über Ihre Leistungen und Projekte zu reflektieren, in der Vorbereitung so wichtig. Denn wenn Sie sich nur mit Kollegen vergleichen oder sich über steigende Heizkosten beschweren, ist das kein überzeugendes Argument.

Rücken Sie sich selbst in den Mittelpunkt und überzeugen Sie so, dass Sie das höhere Gehalt wert sind. Für die Argumentation in der Gehaltsverhandlung gilt:

Schlechte Argumente:

  • Steigender Stress
  • Geplante Käufe
  • Steigende Kosten für den Privathaushalt
  • Kollegenvergleich
  • Kündigungsandrohung

Gute Argumente sind anstatt:

  • Neue Aufgaben
  • Persönliche Weiterentwicklungen
  • Eigene Leistungen
  • Abgeschlossene Projekte
  • Umsatzsteigerungen
  • Beförderung

Stures festhalten am Wunschgehalt

Ein guter Trick in der Gehaltsverhandlung ist, dass Sie zu Beginn ein hohes Einkommen vorschlagen und dann auf Ihr Wunschgehalt runterhandeln können. Das ist richtig so! Auch mehr, als Sie vielleicht geplant hätten, könnte rauskommen, wenn Sie standhaft bleiben. Allerdings sollten Sie niemals stur an einem erhöhten Gehalt festhalten und sich weigern, auf Ihr Gegenüber zuzugehen.

Sie müssen sich auf die Verhandlung einlassen und auch einen Kompromiss zulassen. Auch wenn Sie im besten Falle ein sehr hohes Gehalt zugesprochen bekommen, ist es zu riskant zu pokern. In den meisten Fällen aber wird das Gespräch abgebrochen und Sie bekommen nichts.

Unter dem Wert verkaufen

Wenden Sie das Blatt aber zu drastisch, dann ist das auch nicht vorteilhaft. Machen Sie sich nicht kleiner als Sie sind. Sie würden Ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf ja auch nicht weglassen, wenn Sie sich in einer internationalen Firma bewerben – Sie wollen zeigen, was Sie können und das dürfen Sie auch.

Wenn Sie sich gut eingeschätzt und verglichen haben, dann haben Sie eine klare Vorstellung von Ihrem Wunschgehalt, das Sie so auch deutlich aussprechen sollten. Legen Sie sich eine Untergrenze fest, die Sie nicht unterschreiten wollen, und bleiben Sie dann standhaft.

Das ist besonders wichtig in der Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch, denn Gehaltsanpassungen werden prozentual durchgeführt. Wählen Sie also ein höheres Einstiegsgehalt, damit Ihr Gehalt die gesamte Berufslaufbahn hindurch im oberen Durchschnitt liegt.

Reaktion zu emotional

Es ist absolut nicht erlaubt, dass Sie in der Gehaltsverhandlung laut werden, auch nicht, wenn sich Ihr Gesprächspartner auf keinen Kompromiss einigen möchte. Wenn Sie beleidigt oder anderweitig emotional reagieren, dann ist das Gespräch sofort zu Ende und im schlimmsten Fall wird Ihr Chef schon mit negativen Gedanken in die nächste Gehaltsverhandlung gehen.

Auch mit einem Kündigungsschreiben sollte niemals gedroht werden. Kein Chef geht auf eine solche Erpressung ein und es erschwert nur künftige Gespräche. Erwähnen Sie lieber, dass Sie Ihr Gehalt mit dem Durchschnitt der Branche verglichen haben und dass Sie nicht zufrieden sind, damit zeigen Sie, dass Sie bereit wären, den Job zu wechseln, wenn das Gehalt nicht angepasst wird.

In beiden Fällen erwähnen Sie die Möglichkeit, Ihr Unternehmen zu verlassen, aber während eine Drohung nicht gut ankommt, wird die Gehaltserhöhung im zweiten Beispiel dann eher zur Halteprämie.

Falscher Zeitpunkt

Auch der Tageszeitpunkt für die Gehaltsverhandlung ist etwas, das Sie beachten sollten. Ist Ihr Vorgesetzter besser gelaunt morgens oder nachmittags? An welchen Wochentagen und zu welchen Tageszeiten hat er am meisten Stress? Ist er freitags in guter Stimmung, weil das Wochenende vor der Tür steht? Sie kennen Ihren Gesprächspartner sehr gut und können den Termin zur Gehaltsverhandlung deshalb so legen, dass es für ihn passt und Sie ihn auch in guter Laune antreffen.

Keine schriftliche Bestätigung

Eine mündliche Garantie für ein höheres Gehalt ist gut, eine schriftliche Bestätigung ist besser. Denn wenn sich Ihr Chef umentscheidet, sieht es für Sie schwarz aus. Legen Sie also nach dem Gespräch ein Ergebnisprotokoll an, das von beiden Seiten unterschrieben wird, oder bitten Sie Ihren Chef, Ihnen das neue Gehalt kurz per E-Mail zu bestätigen. Das macht die Absprache bindend 

Diese Fehler sollten Sie auch im Vorstellungsgespräch in der Gehaltsverhandlung vermeiden. Zusätzlich gibt es in dieser besonderen Situation noch einige andere Dinge zu beachten.

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4. Gehaltsverhandlung Tipps – Ein Neuer Job beginnen

Im ersten Telefoninterview werden Sie wahrscheinlich nicht sofort nach Ihren Vorstellungen für das Gehalt gefragt, aber je weiter der Bewerbungsprozess voranschreitet, desto näher rückt auch die Frage, was Sie verdienen möchten.

Vorteilhaft ist es, wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung bereits in der Bewerbung erwähnt haben, damit weiß Ihr potentieller Arbeitgeber bereits, auf welche Spanne er sich einstellen muss. Das hat auch den Vorteil, dass es wahrscheinlich ist, dass Sie Ihr Wunschgehalt bekommen, denn er hätte Sie natürlich nicht zum Gespräch eingeladen, wenn Ihre Angaben nicht in Ordnung gewesen wären. 

Die erste Gehaltsverhandlung als neuer Mitarbeiter in einem Job kann natürlich nervenaufreibend sein, gerade als Berufsanfänger, aber auch wenn Sie Ihr Gegenüber nicht gut kennen, können Sie sich auf das Gespräch vorbereiten. Gute Begründung in der Gehaltsverhandlung ist wichtig, ob ein neuer Job oder nicht, Argumente müssen gefunden werden, halten Sie sich also an folgendes:

  • Fokussieren Sie sich auf Ihre Erfolge in Ihrem vorigen Beruf und machen Sie klar, wie Sie diese bei der neuen Arbeitsstelle einsetzen wollen.
  • Zeigen Sie Selbstbewusstsein.
  • Nennen Sie eine direkte Zahl und keine Gehaltsspanne.
  • Halten Sie unbedingt an Ihrer festgelegten Untergrenze fest und lassen Sie sich nicht runterhandeln.
  • Verhandle ansonsten über mögliche Zusatzleistungen, die ein höheres Gehalt ausgleichen können.

Als Berufsanfänger sollten Sie noch einmal extra über Ihre Fähigkeiten nachdenken und vielleicht Praktika oder andere Erfahrungen mit einbeziehen. Auch der Branchenstandart kann hier helfen, um zu entscheiden, welches Gehalt Sie nennen wollen. Zusätzlich können Sie Ihre Erfahrung von anderen Vorstellungsgesprächen nutzen, um Ihr Gehalt entsprechend anzupassen.

Bleiben Sie immer positiv, auch wenn Sie über die Lücken im Lebenslauf gefragt werden. Machen Sie sich im Vorfeld lieber klar, welche wichtigen Dinge Sie in dieser Zeit gelernt oder getan haben und teilen Sie diese dann mit Begeisterung mit dem Gesprächspartner.

Wenn Sie während der Gehaltsverhandlung alle diese Tipps im Hinterkopf behalten, dann sollte Ihrem verbesserten Gehalt nichts mehr im Wege stehen!

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Wir bedanken uns herzlich, dass Sie diesen Artikel gelesen haben und wünschen bei der nächsten Gehaltsverhandlung viel Erfolg. Lassen Sie uns gerne eine Kommentar mit Fragen unter dem Artikel, wenn Sie noch mehr wissen wollen!

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Über den Autor

Denise Hoferichter
Denise Hoferichter

Denise Hoferichter ist Autorin und Karriere-Expertin. Ihre Leidenschaft, Arbeitssuchenden dabei zu helfen, den idealen Job zu finden, führt sie dazu, prägnante, leicht verständliche und auf aktuellen Fakten basierte Artikel über das Schreiben von Lebensläufen zu verfassen. Mit einem Masterabschluss in Sprachwissenschaft widmet sich Denise der Bereitstellung sachlich korrekter Informationen, du auf den neuesten Studien basieren und führt ihre Leser auf LiveCareer dazu, die genauen Bedürfnisse von Personalverantwortlichen nach den redaktionellen Leitlinien von LiveCareer zu verstehen.

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