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Bewerbungsfoto selber machen: Handy-Apps & Kamera-Tipps

Denise Hoferichter
•  Update:

Wir in den Medien:

Wer braucht schon noch eine professionelle Kamera, wenn ein Handy heutzutage so viele Möglichkeiten gleich aus der Hosentasche heraus bietet? Ob für Landschaft, Portraits oder Sternenhimmel – eine Handykamera kann so einiges. Da liegt natürlich auf der Hand auch das Bewerbungsfoto einfach selbst zu machen.

Aber Achtung, denn da können Sie leicht in Fettnäpfchen treten, die Ihr Foto unprofessionell erscheinen lassen. Wie ein perfektes Foto auszusehen hat und was Sie vermeiden sollten, erklären wir in diesem Artikel. Dann können Sie Ihr Bewerbungsfoto bald selbst machen!

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Ein Bewerbungsfoto selber machen – Darf man das?

Obwohl laut AGG nicht mehr Pflicht ist ein Bewerbungsfoto weiterhin ein fester Bestandteil des deutschen Lebenslaufes. Dazu sollte man immer an Unternehmen, Position und Persönlichkeit anpassen. Dafür immer zum Fotografen zu rennen, ist aber verständlicherweise sehr nervig. Besser wäre es, das Bewerbungsfoto selber zu machen. Zb. mit dem Handy.

Ist das erlaubt? Natürlich! Ist es eine gute Wahl? Das kommt darauf an, wie gut Sie es vorbereiten. Denn für ein Foto im Lebenslauf muss perfekt posiert und gekleidet werden, es muss richtig ausgeleuchtet sein und ein guter Abschnitt gewählt werden. All das macht ein Fotograf im Handumdrehen, denn sie haben die Expertise.

Trotzdem spricht nichts dagegen, dass Sie das auch selbst schaffen. Handys haben heutzutage viele gute Kameras, die auch Fotos vom Mond machen können. Das heißt, dass sie sicher auch ein qualitatives Foto für die Bewerbung erstellen können, wenn Sie einige wichtige Tipps beachten.

So können Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen

Wenn Sie sich also entscheiden, Ihr Bewerbungsbild selbst zu machen, dann müssen Sie die gleichen Vorgaben erfüllen, die ein Fotograf Ihnen auch bieten kann. Denn das Foto ist der erste Eindruck, den die Personaler von Ihnen haben. Und wenn 75 % der Personaler sagen, dass fehlende Sympathie bei der Einstellungsentscheidung ausschlaggebend ist, muss das Foto sitzen.

1. Die Kamera

Können Sie das Handy nutzen, um das Bewerbungsfoto selber zu machen? Absolut! Denn viele Kameras an Handys sind heutzutage sehr gut ausgestattet. Achten Sie aber darauf, dass die Kamera weder beschädigt ist, noch anderweitig verdreckt ist. Hinzu kommt:

  • Die Megapixelanzahl sollte mindestens bei 12 liegen.
  • Die Kamera sollte 300 dpi und eine Brennweite von 85 bis 135 mm haben.
  • Die Bewerbungsbild-Größe ist 4 x 6 cm, was einem Format von 2:3 entspricht.

Kann Ihr Handy das nicht aufweisen, dann greifen Sie zur Spiegelreflexkamera. Denken Sie daran, ein Stativ zu benutzen, damit das Foto gerade ist und auf Ihre Gesicht fokussiert ist.

2. Der Hintergrund

Im Fokus des Bildes sollen natürlich Sie stehen, deshalb darf sonst nichts von Ihnen ablenken. Stellen Sie sich ein professionelles Fotostudio vor: Was haben sie meistens gemeinsam? Genau: Der einfarbige Hintergrund.

Suchen Sie sich also eine Wand in Ihrer Wohnung, die einfarbig ist. Neutrale Farben sind am besten, aber auch starke Farben können passen, wenn Sie Ihre Kleidung gut kombinieren

3. Die Mimik und Haltung

Ein Foto ist nur dann wirklich eine gute Wahl im Lebenslauf, wenn es von Ihnen auch einen guten Eindruck macht. Es ist kein Passfoto, auf dem Sie neutral aussehen müssen und nicht lächeln dürfen. Zeigen Sie gerne Zähne!

Sie möchten als offen und sympathisch angesehen werden, also schauen Sie nach vorne, direkt in die Kamera, und lächeln Sie freundlich. Auch wenn Sie die Schultern leicht zur Seite drehen, ist das in Ordnung, solange Sie weiterhin direkt in die Kamera schauen.

Stehen oder sitzen Sie aufrecht und nutzen Sie einen Stuhl ohne Rückenlehne, wenn Sie sitzen wollen, damit die Lehne nicht auf dem Bild sichtbar ist. 

Hier ein Beispiel für richtige Mimik und Körperhaltung:

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4. Die richtigen Lichtverhältnisse

Eine einfarbige Wand allein reicht nicht für ein schönes Foto. Sie müssen auch gut gesehen werden. Wählen Sie also nicht die hinterste Ecke Ihres Hauses, in dem kein Fenster in der Nähe ist, sondern achten Sie auch auf bessere Lichtverhältnisse, z.B. durch Nutzung verschiedener Lampen oder eines Ringlichts.

Ihr gesamtes Gesicht sollte sichtbar und ausgeleuchtet sein. Es kann auch ein bisschen Schatten fallen, solange Sie trotzdem noch einwandfrei erkennbar sind. Hier ein Beispiel:

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5. Richtiges Aussehen

Wichtig ist auch, dass Sie sich richtig kleiden. Das muss nicht immer Anzug oder Bluse sein, auch T-shirts können passend sein. Schauen Sie sich den Dresscode des Unternehmens an und kopieren Sie von da ein bisschen. Tragen die Mitarbeiter Hemden oder doch Shirts? Orientieren Sie sich daran.

Denken Sie auch an ein gepflegtes Äußeres. Haare sollten gekämmt und aus dem Gesicht gestylt sein. Ein Bart muss getrimmt werden. Nutzen Sie nur dezentes Make-Up, damit nicht von Ihnen abgelenkt wird. So sehen Sie professionell und sympathisch aus.

So zum Beispiel:

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So können Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen. Noch einige Tipps gefällig um ein schlechtes Bewerbungsfoto zu vermeiden?

Ein gelungener Lebenslauf sollte genau auf Ihren Wunschjob zugeschnitten sein. Erleichtern Sie sich die Suche nach der perfekten Formulierung: Nutzen Sie die Vorschläge unserer Experten und personalisieren Sie diese im CV-Maker.

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Das sind die größten Fehler, wenn Sie ein Bewerbungsfoto selber machen

Wenn Sie den oben genannten Tipps befolgen, dann können Sie davon ausgehen, dass Sie ein gutes Bewerbungsfoto selber machen – kostenlos und ganz einfach von zuhause. Damit Ihnen die häufigsten Fehler dabei nicht auch passieren, geben wir Ihnen jetzt noch 3 Ratschläge an die Hand.

1. Nutzen Sie kein Selfie

Per Definition ist ein Selfie ein Foto, das Sie von sich selbst gemacht haben, und natürlich ist ein Bewerbungsfoto, das selbst gemacht wurde, ein solches Foto. Wenn ich aber sage, dass ein Selfie kein Bewerbungsfoto ist, dann meine ich das klassische Selfie.

HIer ein Beispiel:

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Das Gesicht ist zwar freundlich und das Äußere gepflegt, allerdings ist das Foto nicht professionell. Von Hintergrund bis Arm-im-Bild schreit das Foto “Habe ich gerade kurz aufgenommen.” Das eignet sich nicht und macht wahrscheinlich einen ganz schlechten Eindruck.

2. Unruhiger Hintergrund

Nehmen Sie die Regel mit dem einfarbigen Hintergrund ernst, denn Sie wollen nicht, dass von Ihnen abgelenkt wird. Reden wir über dieses beispiel:

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Die Kandidatin präsentiert sich professionell und sieht gut aus, allerdings ist der Hintergrund klar ein Büro. Das scheint ein guter Hintergrund für ein solches Foto sein, stimmt aber nicht. Ein schönes Foto für eine persönliche Website, aber nicht für einen tabellarischen Lebenslauf.

3. Überarbeitung

Haare anders hier, Farben anders da und dann noch die Haut glätten – Beim Bewerbungsfoto selber machen zu viel App-Bearbeitung zu nutzen ist eine schlechte Idee. Wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, sieht der Personaler gleich, dass am Foto getrickst wurde und das kann einen schlechten Geschmack hinterlassen. 

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Hier wurde klar mit dem Hintergrund gespielt und der Kandidat sieht sehr unnatürlich in diese Umgebung hineinkopiert aus. Davon abgesehen, dass das ein schlechter Hintergrund ist, sieht es auch recht unprofessionell aus so mit Photoshop zu spielen. 

Auch auf zu starke Hautglättung müssen Sie achten, denn das ist für viele ein klares Anzeichen von KI-Nutzung, die zwar erlaubt ist, aber nicht von allen gewünscht wird.

Sie brauchen keine Erfahrung mit dem Verfassen von Lebensläufen. Im LiveCareer Lebenslauf-Editor finden Sie vorgefertigte Inhalte für jede Branche und Position, die Sie mit einem Klick in Ihren Lebenslauf einfügen können.

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Warum nicht Zeit sparen und ein Bewerbungsfoto selber machen mit einer App – am besten kostenlos? KI-Unternehmen versprechen viel in dem Bereich, auch, dass man ganz einfach ein Selfie zum professionellen Foto umwandeln kann. Das sollten Sie beim KI-Bewerbungsfoto beachten:

  • Es ist erlaubt, ein Foto mit Ki zu bearbeiten. 
  • Das Ausgangsbild muss sehr gut ausgeleuchtet sein, damit das Endergebnis gut aussieht.
  • Viele der besten Anbieter kosten Geld. Kostenlose Optionen sind meistens schlechter.
  • Achten Sie darauf, dass Sie trotz der Bearbeitung sehr natürlich aussehen und das Foto Sie gut widerspiegelt.
  • Viele AI-Resultate führen zu einer glatt gebürsteten Haut, die nicht natürlich aussieht. Vermeiden Sie das, indem Sie z.B Ihren Prompt anpassen.
  • Achtung auch, dass nicht alle Unternehmen AI im Bewerbungsprozess akzeptieren. Ein solches Foto kann also schnell zum Ausschluss führen.

Dann können Sie Ihr Foto zum Deckblatt in der Bewerbung oder dem Lebenslauf hinzufügen!

Mit dem LiveCareer Anschreiben-Editor können Sie ein Bewerbungsschreiben verfassen, das Ihren Lebenslauf perfekt ergänzt. Suchen Sie sich eine professionelle Vorlage aus, ergänzen Sie Ihre Angaben und lassen Sie den Editor die restliche Arbeit machen.

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So können Sie Ihr Bewerbungsfoto selber machen. Danke fürs Lesen und viel Erfolg!

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Unser Redaktionsteam hat diesen Artikel auf Übereinstimmung mit den redaktionellen Richtlinien von LiveCareer geprüft. Wir garantieren Ihnen so, dass unsere fachkundigen Ratschläge und Empfehlungen in allen unseren Artikeln einheitlich sind und den aktuellen Standards und Trends beim Verfassen von Lebensläufen und Anschreiben entsprechen. Jedes Jahr vertrauen mehr als 10 Millionen Arbeitssuchende auf unsere Unterstützung auf dem Weg zu ihrem Traumjob. Wir recherchieren und überprüfen jeden Artikel, um sicherzustellen, dass unsere Inhalte den aktuellen Markttrends und Nachfrage entsprechen

Über den Autor

Denise Hoferichter
Denise Hoferichter

Denise Hoferichter ist Karriereexpertin und Mitglied der Professional Association of Resume Writers & Career Coaches. Auf dem Blog LiveCareer.de schreibt sie Ratgeberartikel zu den Themen Jobsuche, Vorstellungsgespräche sowie zur Erstellung erfolgreicher Lebensläufe und Karrierestrategien für Fachleute aus verschiedenen Branchen. Sie ist auch Autorin der Tipps und Beispiele im LiveCareer-Lebenslauf-Generator. Denise hat einen Masterabschluss in Sprachwissenschaft und hilft Arbeitssuchenden seit Jahren dabei, ihre Qualifikationen effektiv zu präsentieren und ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

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