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Rückfragen im Vorstellungsgespräch: Beispiele 2026

Zuletzt aktualisiert am 18. Mai 2026

Denise Hoferichter
Denise HoferichterAutorin, Professional Association of Resume Writers and Career Coaches
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„Haben Sie noch Fragen an uns?“ – Diese scheinbar einfache Frage am Ende eines jeden Kennenlernens hat es in sich. Viele Bewerber begehen hier den Fehler, dankend abzulehnen. Doch Rückfragen im Vorstellungsgespräch sind weit mehr als reine Höflichkeit: Sie sind Ihre Chance, echtes Interesse zu signalisieren, Kompetenz zu beweisen und herauszufinden, ob das Unternehmen wirklich zu Ihnen passt.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Vorstellungsgespräch-Rückfragen so entscheidend sind und welche Fragen Sie stellen sollten, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

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Wenn Sie noch mehr Tipps rund um Bewerbung und Vorstellungsgespräch wollen, schauen Sie mal hier:

Warum sind Rückfragen im Vorstellungsgespräch so wichtig?

In Ihrer Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch haben Sie sicher viel über das Unternehmen gelesen, bei dem Sie anfangen möchten. Auch deshalb, weil Sie die Fragen, die an Sie gestellt werden, richtig beantworten wollen. Immer den Bezug zu den Menschen, die vor Ihnen sitzen, herzustellen ist da der richtige Weg. Dann wissen Sie schon viel und sind vielleicht geneigt, die Option nach Rückfragen in der fünften Phase des Vorstellungsgespräches abzulehnen, um aus dem Gespräch herauszukommen.

Das ist aber keine gute Idee! Wenn Sie dankend ablehnen, zeigt das nicht, dass Sie schon alles wissen, was Sie wissen wollen. Es zeugt nicht von guter Vorbereitung, auch wenn dies vielleicht der Grund ist. Anstatt wirkt es oft desinteressiert oder sogar schlecht vorbereitet. Es gibt dem Unternehmen den Eindruck, dass Sie gar nicht dort arbeiten wollen.

Wir empfehlen daher immer einige Bewerbungsgespräch-Rückfragen zu stellen. Dabei reichen 1-3 Fragen. Denn so demonstrieren Sie, dass Sie sich mit der Unternehmenskultur auseinandergesetzt haben und auch bei der Vorstellung des Betriebes, in Phase zwei des Gespräches, gut zugehört haben. 

Gleichzeitig dient diese Teil Ihrem eigenen Informationsbedarf. Denn ein solches Einstellungsgespräch ist natürlich keine Einbahnstraße, sondern ein Gespräch. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Unklarheiten zu beseitigen und mehr über das Unternehmen herauszufinden. 

So finden Sie im Vorfeld einige Fragen:

  • Wenn Sie das Unternehmen recherchieren, dann finden Sie vielleicht interessante Punkte, über die Sie nachfragen könnten. 
  • Während der Vorstellung des Unternehmens oder auch der Frage-Phase fällt Ihnen etwas auf, das Sie noch weiter ausgeführt sehen wollen.
  • Allgemeine Fragen, die sich auf das Team oder die Atmosphäre beziehen, die Ihnen Aufschluss geben, ob es Ihnen in der Stelle überhaupt gefallen wird.

Gerade der letzte Fragetyp ist sehr zu empfehlen. Persönlich habe ich mit “Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am besten” gute Erfahrungen gemacht. Immerhin ist die Antwort überhaupt nicht unwichtig. Wenn unfreundlich oder herablassend geantwortet wird oder die Antwort verweigert wird, dann ist die Stelle vielleicht nichts für Sie. 22% der Bewerber haben schon mal einen Bewerbungsprozess wegen fehlender Wertschätzung abgebrochen.

Ein gelungener Lebenslauf sollte genau auf Ihren Wunschjob zugeschnitten sein. Erleichtern Sie sich die Suche nach der perfekten Formulierung: Nutzen Sie die Vorschläge unserer Experten und personalisieren Sie diese im CV-Maker.

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Gute Rückfragen im Bewerbungsgespräch: Unsere Top-Beispiele

Damit Sie nicht unvorbereitet in das Gespräch gehen, haben wir für Sie verschiedene Kategorien für gute Rückfragen im Bewerbungsgespräch zusammengestellt und als Beispiele aufgelistet. Natürlich gibt es noch viele mehr, die auch auf jedes Unternehmen angepasst werden können.

Fragen zur Position und zu den Aufgaben

Hier fragen Sie die Bestandteile Ihrer neuen Stelle ab und werden ein bisschen genauer über den Arbeitsalltag informiert. Diese Fragen zeigen, dass Sie motiviert sind, direkt loszulegen und einen Mehrwert zu bieten.

  • Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag in dieser Position aus?
  • Was wären die wichtigsten Ziele, die ich in den ersten sechs Monaten erreichen sollte?
  • Welche Erwartungen haben Sie an die Person, die diese Stelle besetzt?
  • Gibt es spezifische Herausforderungen, vor denen die Abteilung aktuell steht?

Mit diesen Fragen sind Sie dann auch ein bisschen besser auf den Arbeitsstart vorbereitet und können einschätzen, was auf Sie zukommt.

Fragen zur Teamdynamik und Unternehmen

Natürlich ist fachliche Kompetenz wichtig, aber gerade für die mentale Gesundheit zählt auch die Zwischenmenschlichkeit. Wenn Sie sich schon im Bewerbungsgespräch nicht wohlfühlen, dann ist die Arbeit vielleicht auf längere Zeit keine gute Idee. Fragen Sie also nach, um langfristigen Erfolg zu sichern!

  • Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre im Team beschreiben?
  • Wie findet der Austausch innerhalb der Abteilung statt (Meetings, Tools, Feedback)?
  • Welche Werte sind dem Unternehmen besonders wichtig?
  • Wie wird mit Fehlern oder Konflikten im Team umgegangen?

Hier bekommen Sie dann gute Einblicke in die Arbeitsatmosphäre und Ihr Team. Das hilft besonders, wenn Sie zwischen verschiedenen Job-Angeboten auswählen können.

Fragen zur Weiterentwicklung und Zukunft

Hiermit signalisieren Sie Engagement und den Wunsch nach einer langfristigen Zusammenarbeit.

  • Welche Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung bietet Ihr Unternehmen an?
  • Wie hat sich die Stelle in den letzten Jahren entwickelt?
  • Wo sieht sich das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren?

Das zeigt Ihnen, ob Sie eine langfristige Karriere in diesem Unternehmen anstreben können und ob die Firma noch bereit ist zu wachsen. Wichtig ist aber nicht nur, dass Sie im Bewerbungsgespräch Rückfragen stellen, sondern auch wie.

Sie brauchen keine Erfahrung mit dem Verfassen von Lebensläufen. Im LiveCareer Lebenslauf-Editor finden Sie vorgefertigte Inhalte für jede Branche und Position, die Sie mit einem Klick in Ihren Lebenslauf einfügen können.

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Strategisch Rückfragen im Bewerbungsgespräch

Auch wenn wir im ersten Abschnitt dazu geraten haben, die Rückfragen für das Vorstellungsgespräch vorzubereiten, sollten diese trotzdem richtig vorgetragen werden. Genau wie bei der Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch macht es Sinn die Rückfragen zu üben, aber sie müssen frei vorgetragen werden.

Das bedeutet auch, dass Sie sich Notizen zu Fragen machen können, zum Beispiel während sich das Unternehmen vorstellt oder während der Recherche. Da Sie Ihre Bewerbungsmappe sowieso mitbringen können, können Sie diese Notizen dort hineinlegen. Aber lesen Sie die Frage nicht einfach vor, sondern stellen Sie sie natürlich.

Wichtig ist auch, dass Sie relevante Fragen stellen, also genau von dem Typ, die wir Ihnen oben genannt haben. Fragen nach Urlaub, Gehalt und einfache Fragen, die mit Ja oder Nein beantworten werden können, sind keine gute Wahl. Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch, wie nach dem AGG, zum Beispiel nach Familie oder Kinderwunsch, sollten Sie natürlich auch nicht fragen. 

Genauso wenig sollten Sie fragen, wie gut Sie sich bisher im Bewerbungsprozess schlagen. "Gibt es viele andere Bewerber?” oder “Habe ich die Fragen gut beantwortet?” zeugt von Unsicherheit und hinterlässt einen schlechten Eindruck. Das zählt auch dann, wenn Sie in der Schlussphase des Vorstellungsgesprächs sind. Fragen Sie da lieber:

  • Wie sehen die nächsten Schritte im Auswahlprozess aus?
  • Bis wann kann ich mit einer Rückmeldung von Ihnen rechnen?

Dann bekommen Sie schnell eine Übersicht wie es weitergeht und zeigen außerdem selbstbewusst, dass Sie denken, einen guten Eindruck gemacht zu haben. Denken Sie daran, dass ein Gespräch erst dann endet, wenn Sie das Gebäude des Unternehmens ganz verlassen haben. Das geht am besten, wenn Sie sich an die gängigen Regeln für Rückfragen im Bewerbungserpäch halten.

Dos und Don’ts bei Vorstellungsgespräch-Rückfragen

Hier noch einmal eine kleine Übersicht, wie Sie Rückfragen richtig meistern können:

Was Sie tun sollten

Was Sie vermeiden sollten

Fragen stellen, die echtes Interesse zeigen.

Fragen stellen, die bereits auf der Website beantwortet werden.

An das zuvor Gesagte anknüpfen.

Zu früh nach Gehalt oder Urlaub fragen (außer der AG spricht es an).

Offene Fragen (W-Fragen) verwenden.

Nur Ja/Nein-Fragen stellen.

Sich Notizen machen.

Desinteressiert wirken und keine Fragen haben.

Rückfragen im Vorstellungsgespräch sind das i-Tüpfelchen Ihrer Bewerbungsstrategie. Sie runden Ihr Profil ab und geben Ihnen die nötige Sicherheit für Ihre Entscheidung. Bereiten Sie sich gut vor, bleiben Sie authentisch und nutzen Sie die Rückfragen, um sich als der ideale Kandidat zu positionieren.

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Jetzt sind Sie ein bisschen besser vorbereitet auf das Vorstellungsgespräch! Vielen Dank fürs Lesen und wir wünschen viel Erfolg!

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Kategorie: Bewerbung

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Über den Autor

Denise Hoferichter

Denise Hoferichter

Denise Hoferichter ist Karriereexpertin und Mitglied der Professional Association of Resume Writers & Career Coaches. Auf dem Blog LiveCareer.de schreibt sie Ratgeberartikel zu den Themen Jobsuche, Vorstellungsgespräche sowie zur Erstellung erfolgreicher Lebensläufe und Karrierestrategien für Fachleute aus verschiedenen Branchen. Sie ist auch Autorin der Tipps und Beispiele im LiveCareer-Lebenslauf-Generator. Denise hat einen Masterabschluss in Sprachwissenschaft und hilft Arbeitssuchenden seit Jahren dabei, ihre Qualifikationen effektiv zu präsentieren und ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

Mehr über den Autor

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