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Referenzen in der Bewerbung angeben: Beispiel & Tipps

Denise Hoferichter
•  Update:

Wir in den Medien:

In einem umkämpften Arbeitsmarkt reicht ein lückenloser Lebenslauf oft nicht mehr aus, um sich von der Masse abzuheben. Arbeitgeber suchen nach Sicherheit und was bietet mehr Vertrauen als die positive Bestätigung einer dritten Person? Hier kommen Referenzen in der Bewerbung ins Spiel. Sie fungieren als „Gütesiegel“ Ihrer bisherigen Leistungen und können im Zweifelsfall den entscheidenden Ausschlag für Ihre Einstellung geben.

In diesem Ratgeber erfahren Sie im Detail: Was sind Referenzen in der Bewerbung, welche verschiedenen Arten es gibt und wie Sie professionell eine Referenz einholen. Am Ende wissen Sie alles, was über Referenzen in der Bewerbung zu wissen ist.

Einen professionellen Lebenslauf zu erstellen kann so einfach sein: Wählen Sie eine unserer Lebenslauf-Vorlagen und lassen Sie sich beim Ausfüllen von den Experten-Vorschlägen im CV-Editor helfen.

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Was sind Referenzen in der Bewerbung?

Auch Zeugnisse von anderen Arbeitsstellen werden von 53 % der Personaler in den Bewerbungsunterlagen erwartet. Es zählt also erwiesenerweise nicht nur das Arbeitszeugnis. Bevor Sie Ihre Liste erstellen, klären wir die grundlegende Frage: Was sind Referenzen in der Bewerbung eigentlich? 

Im Kern handelt es sich um eine Bestätigung Ihrer Qualifikationen und Ihres Verhaltens durch eine Person, die direkt mit Ihnen zusammengearbeitet hat. Das Arbeitszeugnis kann dazu zählen, ist aber nicht die einzige Form Ihrer Eignung für zukünftige Arbeitgeber zu unterstreichen. 

Denn während ein Arbeitszeugnis eine formale Pflicht des Arbeitgebers ist, ist eine Referenz freiwillig und dadurch oft aussagekräftiger. Im deutschen Sprachraum wird zwischen der Referenzliste (Kontaktdaten für einen Rückruf) und schriftlichen Dokumenten unterschieden. Die obere Quelle zeigt auch, während schriftliche Zeugnisse gefragt sind, schätzen Personaler telefonische Referenzen nicht besonders hoch ein.

Trotzdem ist das Ziel immer gleich: Der neue Arbeitgeber möchte durch eine externe Einschätzung verifizieren, ob Ihre Kompetenzen und Ihre Persönlichkeit zur neuen Stelle passen. Gerade, wenn man sich in der Branche gut kennt, kann das Ihnen zum großen Vorteil werden.

Die 3 verschiedene Arten an Referenzen in der Bewerbung

Referenzen kommen in verschiedenen Formen, die alle in der Bewerbungsmappe genutzt werden können. Je nach Branche oder Karrierestufe können manche Formate besser sein als andere. Das zählt:

  • Die Referenzliste: Dies ist die häufigste Form. Sie führen Namen und Kontaktdaten von Fürsprechern auf, die bereit sind, dem Recruiter telefonisch Auskunft über Sie zu geben.
  • Das Empfehlungsschreiben: Ein Empfehlungsschreiben ist oft sehr persönlich gehalten und wird meist von einer ranghöheren Person (z. B. Professor oder Geschäftsführer) verfasst. Es ist subjektiv formuliert und hebt Ihre besonderen Stärken hervor. Es ist auf eine besondere Stelle zugeschrieben und kann nur einmal verwendet werden.
  • Das Referenzschreiben: Im Gegensatz zum Empfehlungsschreiben ist ein Referenzschreiben meist etwas allgemeiner gehalten und eher faktenbasiert. Es ähnelt einem Arbeitszeugnis, ist aber weniger formal an die strengen rechtlichen Vorschriften gebunden. Es kann für mehrere Stellen verwendet werden.

Referenzgeber sollte in allen Punkten jemand sein, der Sie gut kennt und am besten auch gerne mag, um Ihre besten Fähigkeiten aufzuführen. Die Frage danach kann unangenehm sein, zahlt sich aber immer aus.

Ein gelungener Lebenslauf sollte genau auf Ihren Wunschjob zugeschnitten sein. Erleichtern Sie sich die Suche nach der perfekten Formulierung: Nutzen Sie die Vorschläge unserer Experten und personalisieren Sie diese im CV-Maker.

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So können Sie sich eine Referenz einholen

Der Erfolg Ihrer Bewerbung mit Referenzen steht und fällt mit der Qualität des Referenzgebers. Eigentlich können Sie jeden fragen, der bereit wäre, ein Schreiben für Sie zu verfassen, aber natürlich ist nicht jeder geeignet. Ihr bester Freund ist wahrscheinlich nicht die richtige Wahl, aber Ihr ehemaliger Chef wahrscheinlich schon.

Aber wie den Chef um einen solchen Gefallen bitten? Immerhin werden Referenzen für die Bewerbung genutzt – die Bewerbung um eine neue Stelle. Beweisen Sie bei der Frage nach einer Referenz also Fingerspitzengefühl und gehen Sie so vor:

  1. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt. Dabei geht es nicht nur darum, dass Sie einen guten Tag erwischen, sondern auch einen Moment, in dem Ihr Vorgesetzter wirklich Zeit hat, über Ihre Bitte nachzudenken. 
  2. Fragen Sie am besten persönlich an oder schicken Sie eine freundliche E-Mail. Zum Beispiel: „Ich befinde mich aktuell in einer beruflichen Neuorientierung. Da ich die Zusammenarbeit mit Ihnen sehr geschätzt habe, wollte ich fragen, ob ich Sie als Referenzgeber angeben darf?” 
  3. Sie können natürlich auch Chefs von früheren Arbeitsstellen wählen, wenn Sie mit diesen einen guten Draht hatten und diese sich noch gut an Sie erinnern. Gerade wenn die alte Stelle der neuen ähnlicher ist, macht das Sinn.
  4. Bereiten Sie alle wichtigen Informationen für den Referenzgeber vor. Natürlich wollen Sie ihm als Dank für seine Hilfe die Arbeit erleichtern. Senden Sie ihm die aktuelle Stellenanzeige zu, damit er weiß, welche Ihrer Stärken im Schreiben besonders relevant sein könnten.

Gerade wenn Sie freiberuflich arbeiten, können Referenzen in einer Bewerbung einen großen Unterschied machen. Wenn Sie sich nach § 46 des VGV auf öffentliche Ausschreibungen bewerben möchten, sind sie sogar unverzichtbar! Aber auch wenn Sie an eine “reguläre” Stelle wechseln möchten, sollten Referenzen im tabellarischen Lebenslauf zu finden sein.

Referenzen in der Bewerbung angeben: Wo und wie?

Die Platzierung Ihrer Referenzen hängt maßgeblich von Ihrer Berufserfahrung und dem Umfang Ihrer Unterlagen ab. Es gibt drei bewährte Wege, wie Sie Referenzen in der Bewerbung angeben können – jeder hat seine spezifischen Vorteile:

1. Integration im Lebenslauf

Wenn Ihr Lebenslauf bereits sehr voll ist oder Sie sich in einer frühen Karrierephase befinden, ist die Integration direkt im Curriculum Vitae ideal. Ganz am Ende, nach den zusätzlichen Abschnitten wie Hobbys im Lebenslauf können Sie dann kurz die vorhandenen Referenzen erwähnen. 

„Referenzen können auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt werden“ reicht als Formulierung oft aus. Das heißt auch, dass Sie Ihre Unterlagen nicht überladen an den neuen Arbeitgeber senden und sie selbst entscheiden können, ob sie Referenzen wollen oder nicht. 

Ein Personaler wird Sie dann ggfs. darum bitten, die Namen bzw. Dokumente nachzureichen. Wenn Sie eine Telefonreferenz angeben wollen, dann können Sie so dem Referenzgeber noch einmal Bescheid geben, dass das neue Unternehmen sich bald wahrscheinlich melden wird.

2. Die separate Referenzliste 

Sind Sie Fach- oder Führungskraft oder haben Sie viel freiberuflich mit Kunden zusammengearbeitet, dann ist eine eigene Referenzliste wahrscheinlich die beste Lösung. Hier führen Sie Namen und Kontaktdaten aller Ihrer Referenten auf und hängen diese dem professionellen Lebenslauf.

Auch hier zählt Qualität über Quantität. Kürzen Sie die Referenten auf die wichtigsten Persönlichkeiten herunter und fügen Sie zum Beispiel noch den Kontext der Zusammenarbeit hinzu. Das hilft dem Recruiter das Gespräch gezielt wählen und vorzubereiten.

Denken Sie daran, dass das Layout der Bewerbung angepasst werden muss (also Schriftart, Farben usw), denn das harmonische Gesamtbild der Bewerbung ist wichtig. 

3. Schriftliche Dokumente im Anhang 

Wenn Sie eine schriftliche Referenz haben, dann werden diese im Anhang der Bewerbung beigelegt. Fügen Sie aber nur zwei bis drei aussagekräftige Schreiben bei. Zu viele Dokumente können die Bewerbung unnötig aufblähen und vom Wesentlichen ablenken.

Referenzen gehören in den Unterlagen hinter Ihre Arbeitszeugnisse (falls vorhanden), aber noch vor Zertifikaten oder Fortbildungsnachweise. Das zeigt auch, wie wichtig Referenzen tatsächlich sind. Es zählt zwar weiterhin der berufliche Werdegang im Lebenslauf, aber Referenzen können diese perfekt unterstreichen.

Wie sieht es im Anschreiben der Bewerbung aus? In manchen Branchen ist es üblich, bereits im Schlusssatz des Anschreibens einen dezenten Hinweis zu geben: „Gerne nenne ich Ihnen im persönlichen Gespräch Referenzpersonen, die Ihnen Auskunft über meine bisherigen Leistungen geben können.“ Dies signalisiert Transparenz und Selbstbewusstsein, noch bevor der Personaler die Anlagen öffnet.

Sie brauchen keine Erfahrung mit dem Verfassen von Lebensläufen. Im LiveCareer Lebenslauf-Editor finden Sie vorgefertigte Inhalte für jede Branche und Position, die Sie mit einem Klick in Ihren Lebenslauf einfügen können.

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Geben Sie in der Bewerbung Ihre Referenzen so an

Wenn Sie auch beim Auflisten Ihrer Referenzen ein professionelles Erscheinungsbild beibehalten wollen, dann sollten diese präzise und übersichtlich aufgeführt werden. Nutzen Sie für die Referenzen in der Bewerbung dieses Beispiel, um Ihre Liste zu strukturieren:

Persönliche Referenzen

Tobias Naumann

Ehemaliger Abteilungsleiter im Marketing, Fischer & Kuro GmbH

Telefoon: 0173 456 785

E-Mail: tobias.naumann@dmail.de

Direkter Vorgesetzter von 2021 bis 2024. Herr Neumann kann Auskunft über meine Erfolge im Bereich Content-Strategie geben.

Christin Werfel

Projektleiterin, Kreativagentur Spritz AG

Telefon: 0178 342 5554

Email: c.werfel@agentur.de

Zusammenarbeit in verschiedenen fachübergreifenden Großprojekten.

Das ist ein Beispiel für eine Referenzliste. Hier noch ein Beispiel für das Ende des Lebenslaufes:

Referenzen

Tobias Naumann, Fischer & Kuro GmbH, ehm. Abteilungsleiter Marketing

0173 456 785 tobias.naumann@dmail.de

Christin Wefel, Kreativagentur Spritz AG, Projektleiterin

0178 342 5554 c.werfel@agentur.de

Und zu guter Letzt noch ein Beispiel für das Anschreiben, wenn Sie Ihre Referenzen dort bereits erwähnen wollen:

Gerne gibt Ihnen Tobias Naumann, ehemaliger Abteilungsleiter im Marketing und mein direkter Vorgesetzter von 2021 bis 2024, mehr Auskunft über meine Tätigkeiten. Sie erreichen ihn unter der Nummer 0173 456 785 oder per E-Mail unter tobias.naumann@dmail.de.

So können Sie Ihre Referenzen also effektiv aufführen. Aber was, wenn Sie einen Lebenslauf ohne Berufserfahrung schreiben und noch keine Referenzen und Arbeitszeugnisse zur Verfügung stehen?

Was tun, wenn keine klassischen Referenzen vorhanden sind?

Gerade wenn Sie sich auf ein Stipendium bewerben oder eine erste Arbeitsstelle suchen, dann werden neben dem Motivationsschreiben oft noch Referenzen erwartet, die Ihre Zuverlässigkeit und Hard Skills unterstreichen. Als Berufsanfänger haben Sie natürlich noch keine Arbeitszeugnisse oder ehemalige Chefs, die Sie um Referenzen bitten könnten. 

In diesem Fall können Sie kreativ werden und Personen wählen, die mit Autorität für Ihre Zuverlässigkeit bürgen können. Zum Beispiel:

  • Mentoren
  • Tutoren
  • Leitung von einem Ehrenamt
  • Vereinsleitung
  • Professoren / Lehrer
  • Leitung von sozialen Projekten
  • Kunden von freiberuflicher Nebentätigkeit

Alle diese Menschen, mit denen Sie vorher zusammengearbeitet haben, können für Ihre Fähigkeiten bürgen. Das reicht meist aus, um dann die erste Berufserfahrung zu sammeln oder den begehrten Platz für das Auslandssemester zu ergattern.

Mit dem LiveCareer Anschreiben-Editor können Sie ein Bewerbungsschreiben verfassen, das Ihren Lebenslauf perfekt ergänzt. Suchen Sie sich eine professionelle Vorlage aus, ergänzen Sie Ihre Angaben und lassen Sie den Editor die restliche Arbeit machen.

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So setzen Sie also richtig Ihre Referenzen in der Bewerbung ein. Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben und viel Erfolg beim nächsten Bewerbungsprozess!

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Unser Redaktionsteam hat diesen Artikel auf Übereinstimmung mit den redaktionellen Richtlinien von LiveCareer geprüft. Wir garantieren Ihnen so, dass unsere fachkundigen Ratschläge und Empfehlungen in allen unseren Artikeln einheitlich sind und den aktuellen Standards und Trends beim Verfassen von Lebensläufen und Anschreiben entsprechen. Jedes Jahr vertrauen mehr als 10 Millionen Arbeitssuchende auf unsere Unterstützung auf dem Weg zu ihrem Traumjob. Wir recherchieren und überprüfen jeden Artikel, um sicherzustellen, dass unsere Inhalte den aktuellen Markttrends und Nachfrage entsprechen

Über den Autor

Denise Hoferichter
Denise Hoferichter

Denise Hoferichter ist Karriereexpertin und Mitglied der Professional Association of Resume Writers & Career Coaches. Auf dem Blog LiveCareer.de schreibt sie Ratgeberartikel zu den Themen Jobsuche, Vorstellungsgespräche sowie zur Erstellung erfolgreicher Lebensläufe und Karrierestrategien für Fachleute aus verschiedenen Branchen. Sie ist auch Autorin der Tipps und Beispiele im LiveCareer-Lebenslauf-Generator. Denise hat einen Masterabschluss in Sprachwissenschaft und hilft Arbeitssuchenden seit Jahren dabei, ihre Qualifikationen effektiv zu präsentieren und ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

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