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Ausbildung zum Erzieher / zur Erzieherin: Gehalt & Tipps

Zuletzt aktualisiert am 28. Mai 2026

Denise Hoferichter
Denise HoferichterAutorin, Professional Association of Resume Writers and Career Coaches
Bewerbung

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Kinder beim Lernen begleiten, Konflikte lösen, kreative Projekte gestalten oder Eltern beraten: Der Beruf als Erzieherin oder Erzieher ist abwechslungsreich, verantwortungsvoll und gesellschaftlich enorm wichtig. Gleichzeitig werden in Deutschland dringend Fachkräfte gesucht – die Chancen auf einen Ausbildungsplatz und einen sicheren Job stehen deshalb sehr gut.

Doch wie läuft die Erzieher-Ausbildung eigentlich ab? Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen? Wie hoch ist das Gehalt während der Ausbildung? Und wie gelingt eine überzeugende Bewerbung? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zur Ausbildung als Erzieherin.

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Hier noch mehr Informationen rund um Bewerbung und Ausbildung wollen, schauen Sie mal hier:

Die Erzieher-Ausbildung im Überblick

Die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher ist eine der beliebtesten Ausbildungen im sozialen Bereich in Deutschland. Der Beruf ist wichtig und sehr gesucht, denn Sie begleiten Kinder, Jugendliche oder auch Menschen mit Behinderung pädagogisch und helfen, die geistige und soziale Entwicklung zu fördern. Damit tragen Sie einen ausschlaggebenden Teil zur Bildung der nächsten Generation bei. All das beginnt mit Ihrer Ausbildung als Erzieher.

Wie setzt sich diese zusammen? Je nach Bundesland kann die Ausbildung unterschiedlich organisiert sein. Generell gibt es aber die klassische, schulische Ausbildung oder die eher praxisintegrierte Ausbildungsform (PiA). Das gilt:

Klassische Ausbildung:

  • 2-4 Jahre in Vollzeit, 2-6 Jahre in Teilzeit
  • Komplett schulische Ausbildung
  • Ein Jahr Berufspraktikum nach der Ausbildung
  • Staatlicher Abschluss zum Erzieher / zur Erzieherin

PiA-Ausbildung:

  • In der Regel 3 Jahre
  • Wechsel zwischen Schule und Arbeitsalltag, ähnlicher zu anderen Ausbildungen
  • Ausbildungsvergütung
  • Staatlicher Abschluss zum Erzieher / zur Erzieherin

Was ist besser: Die klassische Erzieher-Ausbildung oder PiA? Das kommt auf Sie an! In der schulischen Ausbildung als Erzieherin wird mehr Wert auf Theorie gelegt, sie folgen einem Stundenplan und Ferienzeiten. Dieser Weg ist gut für Sie, wenn Sie gerne in die Schule gehen und durch die fehlenden finanziellen Mittel keine Probleme haben.

Eine PiA-Ausbildung gibt Ihnen monatliches Gehalt und viel mehr Praxiserfahrung. Sie lernen den Berufsalltag früh kennen und wissen sofort, was den Beruf ausmacht. Diese Art der Erzieherin-Ausbildung ist also gut für Leute, die die Schule nicht unbedingt mögen und mit der Doppelbelastung umgehen können.

Erzieherin-Ausbildung: Gehalt

Wie sieht es bei der Erzieher-Ausbildung mit dem Gehalt aus? Das kommt auf die Form an. In einer rein schulischen Ausbildung können Sie außer Schüler-BAföG leider kein Einkommen erwarten, im Gegenteil, oft muss noch Schulgeld bezahlt werden. 

Die PiA-Ausbildung zur Erzieherin wird allerdings bezahlt. Dieses Gehalt ist üblich:

Ausbildungsjahr

Gehalt brutto

1. Jahr

ca. 1.190 € – 1.340 €

2. Jahr

ca. 1.250 € – 1.400 €

3. Jahr

ca. 1.350 € – 1.500 €

Die Gehälter können sich je nach Bundesland und Einrichtung noch erhöhen. Es lohnt sich also, den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zu durchsuchen. Dort können Sie auch nach der Ausbildung als Erzieherin Ihr Gehalt vergleichen. Im Durchschnitt liegt das Einkommen dann bei 2.800 € bis 3.500 € brutto monatlich.

Was macht man in der Ausbildung als Erzieherin / Erzieher?

Während Ihrer klassischen oder PiA-Ausbildung als Erzieher lernen Sie die wichtigsten pädagogischen Grundlagen, die später Ihre Arbeit prägen, aber auch den Umgang mit Kindern oder Jugendlichen, deren Eltern und zum Teil schwierigen Alltagssituationen.

Der Aufbau der Kindergärtnerin-Ausbildung beginnt also mit der schulischen Grundlage. Dort lernen Sie:

  • Pädagogik
  • Psychologie
  • Kommunikation
  • Entwicklungslehre
  • Recht
  • Musik und Kreativität
  • Gesundheitsförderung

Der Unterricht findet meist an Fachschulen für Sozialpädagogik statt. Sie sehen bereits, die Bereiche sind breit gefächert, denn als Erzieher / Erzieherin müssen Sie sich gut mit allem, was ein Kind betrifft, auskennen. 

Der nächste Schritt ist dann die Praxiserfahrung, die bei einer PiA-Erzieher-Ausbildung gleichzeitig stattfindet und bei einer schulischen Ausbildung durch Praktika. Darin üben Sie:

  • den Umgang mit Kindern verschiedener Altersgruppen
  • pädagogische Konzepte praktisch umzusetzen
  • den Arbeitsalltag in Kitas und sozialen Einrichtungen

Gerade die Praxis entscheidet oft darüber, ob Ihnen der Beruf langfristig liegt. Nach dem Abschluss kombinieren Sie Theorie und Praxis und können eine Bewerbung für eine Arbeitsstelle schreiben. Sie können in Kindertagesstätten, Krippen, Horten, Jugendzentren und ähnlichen Orten Arbeit finden.

Hier ein paar Typische aufgaben, die ein Erzieher nach der Ausbildung nachgehen muss:

  • Kinder in ihrer Entwicklung fördern
  • kreative und sportliche Aktivitäten planen
  • Konflikte lösen
  • Entwicklungsstände dokumentieren
  • Elterngespräche führen
  • Projekte organisieren
  • Gruppen betreuen
  • soziale Kompetenzen stärken

Dafür müssen Sie empathisch, stressresistent und aufmerksam sein. Welche anderen Voraussetzungen gibt es bei der Ausbildung zur Erzieherin?

Ein gelungener Lebenslauf sollte genau auf Ihren Wunschjob zugeschnitten sein. Erleichtern Sie sich die Suche nach der perfekten Formulierung: Nutzen Sie die Vorschläge unserer Experten und personalisieren Sie diese im CV-Maker.

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Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung zum Erzieher / zur Erzieherin?

Braucht man für die Ausbildung Abitur, wenn man Erzieherin oder Erzieher werden möchte? Nicht unbedingt. Wie bei vielen Ausbildungen kann ein Realschulabschluss oder ein Fachabitur genauso für eine Ausbildung reichen. Denn es gelten mehr als nur Noten im Abschlusszeugnis.

Das brauchen Sie in der Regel:

  • Realschulabschluss
  • oder Fachabitur,
  • oder eine fertige Berufsausbildung im sozialen Bereich (z.B Kinderpfleger-Ausbildung),
  • oder ein abgeschlossenes FSJ oder Bundesfreiwilligendienst,
  • oder einschlägige Praktika.

Hinzu kommen einige Soft Skills, die gerade als Erzieher oder Erzieherin unbedingt vorhanden sein müssen. Manchmal können starke persönliche Fähigkeiten schlechte Noten ausgleichen. Darauf kommt es an:

  • Geduld
  • Belastbarkeit
  • Empathie
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kreativität
  • Verantwortungsbewusstsein

Gerade in stressigen Situationen müssen Erzieher ruhig und professionell bleiben. Denken Sie also immer daran, dass Sie sich für viele Ausbildungen auch ohne Schulabschluss oder mit "schlechtem" Abschluss bewerben können, solange Sie andere Fähigkeiten mitbringen.

Zusätzlich zu diesen Voraussetzungen werden oft noch ein erweitertes Führungszeugnis, einen Gesundheitsnachweis, sowie eine vollständige Impfung verlangt. All das lernen Sie aber während des Bewerbungsprozesses kennen. Das kann auch Teil der geforderten Bewerbungsunterlagen sein.

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Die Bewerbung für die Ausbildung als Erzieher / Erzieherin: So überzeugen Sie

Egal, ob nach der schulischen Ausbildung oder noch vor der PiA – Eine Bewerbung ist der Beginn Ihrer Karriere als Erzieher oder Erzieherin. Sich professionell und überzeugend zu zeigen ist der Schlüssel, der Ihnen Ihre Traumstelle sichert. Fokussieren Sie sich nicht nur auf Ihre Qualifikationen, sondern auch auf Ihre Motivation, mit Menschen zu arbeiten.

1. Der Lebenslauf

Ein tabellarischer Lebenslauf ist das wichtigste Dokument der Bewerbungsmappe. Er wird an allen Stellen gefordert und sollte deshalb immer aktuell und prägnant sein. Schreiben Sie nicht mehr als 2 Seiten und passen Sie an jede Stelle an. Folgen Sie außerdem diesem Lebenslauf-Aufbau:

  1. Der Lebenslauf beginnt mit den persönlichen Daten.
  2. Fügen Sie ein Kurzprofil oder eine Zielsetzung dem Lebenslauf hinzu
  3. Führen Sie Ihre Schulbildung aus, um Ihre fehlende Praxiserfahrung auszugleichen.
  4. Jedes Praktikum und jeder Aushilfsjob zählen zur Berufserfahrung dazu.
  5. Denken Sie an Ihre Kenntnisse im Lebenslauf: Machen Sie Angaben zu Soft- und Hard Skills und Ihren Sprachkenntnissen.
  6. Fügen Sie zusätzliche Abschnitte hinzu, wie z.B Ehrenämter, Interessen, Zertifikate oder Hobbys.

Wenn Sie sich nach der PiA-Ausbildung für eine Stelle bewerben, dann sollten Sie die Berufserfahrung im Lebenslauf an die dritte Stelle setzen, noch vor die Schulbildung. Diese ist dann nicht mehr so wichtig und kann auch kürzer ausgeführt werden.

2. Das Anschreiben

Auch ein Anschreiben kann in der Bewerbung gefordert werden. Dieses Dokument folgt DIN5008, also dem Geschäftsbrief und stellt Sie ein bisschen genau vor. Dabei sollten Sie den Lebenslauf nicht nacherzählen, denn der wird sowieso beigelegt. So baut es sich auf:

  1. Beginnen Sie mit einem Briefkopf die Bewerbung, fügen Sie alle wichtigen Daten ein.
  2. Verzichten Sie auf “Sehr geehrte Damen und Herren” und sprechen Sie den Personaler direkt an.
  3. Nutzen Sie eine kreative Einleitung im Anschreiben, die Neugierde auf mehr weckt.
  4. Führen Sie im Hauptteil Ihre Erfahrung aus und fokussieren Sie sich auf persönliche Fähigkeiten, die im Lebenslauf zu kurz kommen. 
  5. Gehen Sie außerdem auf das Unternehmen ein. Warum gefällt Ihnen gerade diese Einrichtung besonders?
  6. Schreiben Sie für Ihr Bewerbungsschreiben einen souveränen Schluss und fragen Sie dort um ein Vorstellungsgespräch.

Schreiben Sie hier nicht mehr als eine Seite. Welche anderen Dokumente Sie brauchen, entnehmen Sie bitte der Stellenanzeige.

Nach der Ausbildung: So geht die Karriere weiter

Je nach Bundesland werden Erzieherinnen und Erzieher sehr stark gesucht, deshalb haben Sie nach Ihrer Erziher-Ausbildugn viele Job-Möglichkeiten. Wenn Sie aber in bestimmte Fachbereiche gehen möchten, zum Beispiel um mit Kindern mit Behinderung zu arbeiten, dann können Sie sich auch hier weiter spezialisieren.

Diese Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es:

  • Fachwirt für Erziehungswesen
  • Heilpädagoge
  • Integrationsfachkraft
  • Leitung Kita
  • Praxisleiter

Alternativ können Sie auch nach der Ausbildung noch ein Studium beginnen, dass Ihr Fachwissen vertieft. Dazu zählt:

  • Soziale Arbeit
  • Pädagogik der (frühen) Kindheit
  • Heilpädagogik
  • Bildungswissenschaften

Danach sind Sie rundum ausgebildet, um Kindern bei deren Entwicklung weiterzuhelfen.

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Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel bis zum Ende gelesen haben. Wir wünschen viel Erfolg und Spaß bei Ihrer Erzieher-Ausbildung!

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Unser Redaktionsteam hat diesen Artikel auf Übereinstimmung mit den redaktionellen Richtlinien von LiveCareer geprüft. Wir garantieren Ihnen so, dass unsere fachkundigen Ratschläge und Empfehlungen in allen unseren Artikeln einheitlich sind und den aktuellen Standards und Trends beim Verfassen von Lebensläufen und Anschreiben entsprechen. Jedes Jahr vertrauen mehr als 10 Millionen Arbeitssuchende auf unsere Unterstützung auf dem Weg zu ihrem Traumjob. Wir recherchieren und überprüfen jeden Artikel, um sicherzustellen, dass unsere Inhalte den aktuellen Markttrends und Nachfrage entsprechen.

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Kategorie: Bewerbung

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Über den Autor

Denise Hoferichter

Denise Hoferichter

Denise Hoferichter ist Karriereexpertin und Mitglied der Professional Association of Resume Writers & Career Coaches. Auf dem Blog LiveCareer.de schreibt sie Ratgeberartikel zu den Themen Jobsuche, Vorstellungsgespräche sowie zur Erstellung erfolgreicher Lebensläufe und Karrierestrategien für Fachleute aus verschiedenen Branchen. Sie ist auch Autorin der Tipps und Beispiele im LiveCareer-Lebenslauf-Generator. Denise hat einen Masterabschluss in Sprachwissenschaft und hilft Arbeitssuchenden seit Jahren dabei, ihre Qualifikationen effektiv zu präsentieren und ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

Mehr über den Autor

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